Die erste Projektphase von klamis (2009 - 2011) beschäftigte sich mit den vier Schwerpunktthemen Siedlungsklima, Hochwasser & Starkregen, Biotopverbund und Landwirtschaft. Die zweite Projektphase (2011 - 2013) vertieft Ergebnisse zum Bereich Siedlungsklima. Der Begriff Siedlungsklima meint in Abgrenzung zu Klimaten unbebauter Flächen das Klima in besiedelten Bereichen, die im Vergleich zur unbebauten Umgebung durch einen teilweise hohen Versiegelungsgrad und häufig eingeschränkte Austauschbedingungen gekennzeichnet sind. Diese Bereiche weisen häufig deutlich höhere Lufttemperaturen auf. Infolge des Klimawandels ist insbesondere in den dicht besiedelten Gebieten der Modellregion mit einer Zunahme von Sommertagen (> 25 Grad), Hitzetagen (> 30 Grad) und Tropennächten (nicht unter 20 Grad in der Nacht) zu rechnen.
Quelle: Thomas Reinache (pixelio.de); Hanspeter Bolliger (pixelio.de) Die Regionalplanung kann unter anderem durch die Sicherung und Freihaltung von klimarelevanten Freiflächen (Frisch- / Kaltluftentstehungsgebieten) als „Vorbehaltsgebiete für besondere Klimafunktionen“ einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Zur Abgrenzung dieser Gebiete, die eine wichtige Aufgabe für den Klima- und Immissionsschutz wahrnehmen bzw. in denen planerisch auf eine Verbesserung der Klimaschutzfunktionen und Luftqualität hingewirkt werden soll, sind die Datengrundlagen zu aktualisieren und unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels zu verbessern. Daher geht das MORO klamis in der Verstetigungsphase der Frage nach, wie die Regionalplanung Kalt-/Frischluftentstehungsgebiete fachlich fundierter abgrenzen und sichern kann. Zur Beantwortung dieser übergeordneten Fragestellung werden folgende Fragen behandelt:
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